Start Mai 2026

Sonntag 17.05.2026

Highlights im Winterlager waren neben dem Üblichen die Reparatur der Heizung, Tankreinigung (der Diesel war eine grüne Brühe und konnte nicht mehr verwendet werden), Ersatz Wassermelder des Dieselvorfilters und ausbessern und lackieren der Fuß Reling Steuerbord. Auf einem 2 Tagestörn alleine habe ich alles getestet und es funktioniert. Die Saison kann beginnen.

Letzten Mittwoch, 13.05.2026 sind wir von Heikendorf aus Richtung Osten gesegelt, das Ziel war Heiligenhafen. Bernd und Doris wollen wir dort treffen, haben wir durch Ute und Markus kennengelernt. Eine Runde Doppelkopf steht auf dem Plan.

Da es noch früh in der Saison ist, werden wir leicht einen Platz im Hafen finden, deshalb ging es erst um kurz von 09:00 los. Wind aus West mit 4 Bft versprach ein angenehmes Segeln für 39sm.

Dummerweise wird im Gebiet Todendorf/Putlos geschossen (Pistorius lässt trainieren), so dass wir oben um das Schiessgebiet herum segeln müssen, kostet uns 5sm extra. Abkürzen darfs du nicht, sofort wirst du angepreit und ein Wachboot hält auf dich zu.

Aber die Sonne scheint ein wenig, alles ist easy bis gegen 13:00 der Lümmelbeschlag am Großbaum bricht. Der Lümmelbeschlag verbindet Großbaum und Mast und ist der Drehpunkt des Großbaums.

Lambo in den Wind, Großbaum mit Tampen gesichert und Segel geborgen. Unter Besan und Fock geht es zunächst weiter.

Der Lümmelbeschlag ist schon einmal gebrochen, als wir 2024 in Schweden waren. In Stavsnäs hat man uns den Lümmelbeschlag geschweißt, war aber nicht durchgeschweißt wie man jetzt an der Bruchstelle sieht.

Ohne Groß und mit Wind genau von achtern rollt die Lambo fürchterlich, um 14:00 werden Fock und Besan geborgen und es geht die restlichen 10sm unter Motor nach Heiligenhafen.

Im Hafen fehlen 160 Liegeplätze, die Stege sind noch nicht fertig geworden, Termin war 1.4.26, wir sind in Deutschland. Nach einer halben Stunde haben wir einen freien Platz gefunden und quetschen uns in eine etwas zu schmale Box. Kimi ist froh von Bord zu kommen und Gisela geht mit ihm auf eine kleine Runde.
In der Nacht lässt uns ein permanentes Geräusch nicht schlafen. Nach einigem Suchen wird die Bilgepumpe lokalisiert, die Automatik funktioniert nicht, die Pumpe läuft permanent. Sicherung raus und Ruhe ist.

Am nächsten Morgen muss die Automatik kontrolliert werden. Nach dem Frühstück werden dann Gisela und Kimi des Bootes verwiesen, ich muss alles ausbauen und kann die Beiden nicht an Bord gebrauchen.
Batteriekabel bezeichnen, abklemmen, 150kg Batterien ausbauen, Batteriekasten und Abdeckplatte demontieren und dann kann ich die Bilgepumpe in über 1 Meter Tiefe sehen.
Unter dem Schwimmerschalter der Bilgepumpe hat sich die Schlauchtülle eines Kabelanschlusses verklemmt, muss vom Wassermelder des Dieselvorfilters stammen, den die Werft abgerissen hatte.

Ein Eimer Wasser in die Bilge und der erste Test funktioniert nicht. Die Pumpe dreht, aber fördert nicht. Wieder nach unten, Schalter ist frei, die Leitung muss verstopft sein. Von außen presse ich Wasser ein und die Leitung ist frei. Halb kopfüber fische ich in der Bilge die Verstopfung heraus und der zweite Test ist positiv, die Bilgeautomatik funktioniert wieder.
Rückbau: Abdeckplatte, Batteriekasten, 150kg Batterien, alle Kabel anklemmen, Funktionstest, Motorklappe zu und ich bin fertig und dreckig wie ein Schwein.

Mittlerweile ist es schon 16:45 und wir sind um 17:30 zum Abendessen verabredet. Ich räume das Boot auf, verziehe mich nach unten und suche frische Klamotten. Plötzlich ein Geschrei, ich hoch und sehe Kimi im Hafenbecken schwimmen. Hose aus, Uhr ab, den Kimi zur nahen Leiter locken und dann ins Wasser und den Kimi wieder auf den Steg bugsieren. War erfrischend.
Der Tag klingt dann doch nach einem geselligen Essen und anschließendem Doppelkopf gemütlich und amüsant aus. Es gibt so Tage.
  

Bilder Heiligenhafen
                   

Am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt, Freitag ist Brückentag und keine Werft hat auf. In Fehmarnsund ist eine Werft, ich rufe an, wir können kommen und Anfang der Woche kann der Lümmelbeschlag geschweißt werden. Wir verlegen uns nach Fehmarnsund (6sm), dort ist schöner Sandstrand und göttliche Ruhe. Der Werftchef steht bereits am Steg, guckt sich das Malheur an und verspricht für Dienstag Reparatur.
 

Die nächsten Tage haben wir nichts Besonderes vor, spazieren, lesen, essen, schlafen und so weiter.

abends Fehmarnsund, bewölkt, Wind 4Bft NO, 13°

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